Das Gericht in Douai will am Freitagnachmittag (16.30 Uhr) eine Entscheidung verkünden. Die Justiz wirft dem 61 Jahre alten Beschuldigten insgesamt 56 Taten in Frankreich und Belgien vor. Der Mann gestand davon 40.
Der Fall hatte das Tal der Sambre bei der französisch-belgischen Grenze, in dem die Taten zwischen 1988 und 2018 verübt wurden, in Schrecken gehalten. In einem Umkreis von 30 Kilometern berichteten Mädchen und Frauen hier immer wieder von brutalen Vergewaltigungen und Übergriffen. Der Justiz gelang es jahrelang nicht, den Täter mit dem Beinamen „Vergewaltiger der Sambre“ aufzuspüren. 2018 wurde er schließlich nach einem Angriff auf ein Mädchen in Belgien festgenommen. Dem Mann drohen 20 Jahre Haft.