Die 52-Jährige ist wegen Mordes und Mordversuchs angeklagt. Sie soll Ende April die vier wehrlosen Bewohner mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt haben. Eine weitere Bewohnerin überlebte den Angriff schwer verletzt.
Nach dem Gutachten einer Gerichtspsychiaterin soll die Angeklagte, die viele Jahre lang in der Einrichtung gearbeitet hat, die Tat im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit begangen haben. Die Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.
Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren gefordert. Die Anklage beantragte außerdem die Unterbringung der 52-Jährigen in einer psychiatrischen Klinik und ein lebenslanges Berufsverbot. Die Verteidigung plädierte darauf, dass das Gericht die Schuldunfähigkeit der ehemaligen Pflegekraft anerkennt. Einen konkreten Strafantrag stellte der Anwalt nicht.