Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft soll die Deutsche mehrere Jahre bei der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien gelebt haben. Sabine S. wird unter anderem Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Sie war vor knapp einem Jahr nach der Rückkehr aus dem Kriegsgebiet in der Region Karlsruhe festgenommen worden.

Laut Anklage hatte sie Deutschland im Dezember 2013 verlassen, um unmittelbar nach ihrer Ankunft in Syrien einen ihr bis dahin unbekannten höherrangigen IS-Kämpfer zu heiraten.

Angeklagte schaute bei öffentlichen Hinrichtungen zu

Der Anklage zufolge pries Sabine S. in mehreren Internetblogs das Leben beim IS an und warb für eine Ausreise aus Deutschland. Außerdem habe sie als Zuschauerin an öffentlichen Hinrichtungen teilgenommen. Dabei habe der Ehemann extra um sie eine Gasse bilden lassen, damit sie für die Einheimischen deutlich als „IS-Frau“ zu erkennen gewesen sei.

Sie soll außerdem Schießtraining bekommen haben. Mit ihrem Mann, der im Dezember 2016 gestorben sei, habe sie unter anderem in der früheren IS-Hochburg Rakka gelebt.

Das Stuttgarter Oberlandesgericht hat zunächst elf Verhandlungstage bis zum 28. Juni angesetzt.

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