Mannheim Priester gesteht Betrug an Kirche: Urteil Ende Oktober

Eine Figur „Justitia“ steht im Landgericht Mannheim auf einem Schreibtisch. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Eine Figur „Justitia“ steht im Landgericht Mannheim auf einem Schreibtisch. Foto: Patrick Seeger/Archiv © Foto: Patrick Seeger
Mannheim / DPA 11.10.2018

Ein katholischer Priester hat gestanden, seine Kirche um hohe Summen betrogen zu haben. Wie ein Sprecher des Landgerichts Mannheim mitteilte, hat der Pfarrer am Donnerstag ein vollständiges Geständnis abgelegt. Dies war Voraussetzung für einen Deal mit der Staatsanwaltschaft. Sie wirft dem 54-Jährigen Betrug, Urkundenfälschung und Untreue vor. Der Angeklagte soll den Caritasverband Lahr um fast 200 000 Euro gebracht und unter anderem auch das Pfarramt Lahr und das Ursulinenkonvent in Mannheim betrogen haben. Für die Caritas stellte er demnach beispielsweise Rechnungen aus, deren Richtigkeit er sich im selben Atemzug auch selbst bescheinigte. Der finanzielle Gesamtschaden beläuft sich auf 228 000 Euro.

Durch den Deal wird das Verfahren deutlich verkürzt. Der Priester muss mit einer Freiheitsstrafe von etwa vier Jahren rechnen. Ein Urteil soll Ende Oktober fallen. Laut Gericht gibt es zuvor noch Beweisaufnahmen und Zeugenvernehmungen. „Das Geständnis muss überprüft werden“, erläuterte der Gerichtssprecher.

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