Jedes Jahr werden zigtausende Briefe von Kindern aus aller Welt im Nikolauspostamt im saarländischen St. Nikolaus beantwortet.

Nun bekommt der Nikolaus an seiner irdischen Adresse ein Häuschen gebaut: „Da soll eine Stube hinein kommen, damit Kinder sehen können, wo er wohnt und arbeitet“, sagte die Leiterin der Kinderbriefaktion, Sabine Gerecke. Das acht mal vier Meter große Holzhaus vor dem eigentlichen Postamt in einer alten Schule stehe bereits, werde aber in diesem Jahr noch nicht ganz fertig. Das Haus des Nikolaus soll spätestens zur 750-Jahr-Feier des Ortes im Sommer 2020 fertig sein.

Auch wenn es bis Weihnachten noch gut sieben Wochen sind und das Nikolaus-Postamt erst am 5. Dezember öffnet: Mehr als 1000 Briefe sind bereits angekommen. „Viele davon sind wieder aus asiatischen Ländern“, sagte Gerecke. Aber auch Post aus Russland und den USA sei bereits in den Kisten. Warum die Briefe so früh kommen? Viele Kinder wollten eben sicher gehen, dass Ihre Wünsche den Nikolaus rechtzeitig erreichen.

Seit mehr als 50 Jahren schreiben Kinder „An den Nikolaus“ in dem kleinen Ort in der Gemeinde Großrosseln. Nach Angaben der Deutschen Post ist es das älteste Nikolauspostamt in Deutschland. Das nahe der französischen Grenze gelegene St. Nikolaus ist laut Organisatoren der einzige Ort in Deutschland mit diesem Namen. Im vergangenen Jahr beantworteten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Nikolauses 24.146 Briefe aus 42 Ländern - so viele wie nie zuvor.

Nikolauspostamt