Mannheim/Aalen Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche: „Sextortion“

Polizeifahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv
Polizeifahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv © Foto: Rolf Vennenbernd
Mannheim/Aalen / DPA 24.08.2018

Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche mit E-Mails, bei der den Empfängern mit der Veröffentlichung von Sex-Videos gedroht wird. Wie die Polizei Mannheim am Freitag mitteilte, wurden allein in Mannheim, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis bis zu 115 solcher Fälle seit Anfang April gemeldet. Die Polizei Aalen sprach von rund 30 Fällen im Rems-Murr-Kreis in den vergangenen Wochen.

In den E-Mails behaupten Unbekannte, den Computer der Betroffenen gehackt zu haben. Mit einer Webcam hätten sie das Opfer heimlich beim Masturbieren vor dem Computer aufgenommen. Als Beweis werden demnach häufig Passwörter der E-Mail-Empfänger aufgelistet. Die Opfer werden laut Polizei zu einer Zahlung von mehreren Tausend Euro aufgefordert.

Die Täter könnten die Passwörter demnach von Webseiten erbeutet haben, auf denen die Opfer sich mit einem Konto registriert haben. Die Beamten warnen davor, zu zahlen und raten, die Polizei zu verständigen. Nach ihren Erkenntnissen sind die Behauptungen nicht wahr. Die Betrugsmasche wird demnach „Sextortion“ genannt.

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