Hisam Almsto ist ein guter Schüler, seine Lehrer charakterisieren ihn als „aufgeweckten Burschen“. Doch jetzt sind sie in Sorge um den elfjährigen Flüchtlingsjungen aus dem Irak. Er ist spurlos verschwunden. Am vergangenen Freitag gegen 12.30 Uhr hat er die Stöckachschule in Winnenden (Rems-Murr-Kreis) verlassen, ohne seither wieder gesehen oder aufgetaucht zu sein. Alle Suchaktionen der Polizei blieben bisher erfolglos.

Ist der Junge möglicherweise Opfer eines Verbrechens geworden? „Wir können im Moment leider nichts ausschließen, das macht die Ermittlungen so schwierig“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen der SÜDWEST PRESSE.

Bisher keine Hinweise, wo Hisam sein könnte

Der Schüler kam im Mai 2018 in die Bundesrepublik, er ist als unbegleiteter Flüchtling in einer Wohngruppe in Winnenden untergebracht. Als er dort nicht wie gewohnt erschienen ist, erstatteten seine Betreuer eine Vermisstenanzeige. Die Polizei fuhr die Suchmaßnahmen kontinuierlich hoch, auch Hunde und Hubschrauber wurden eingesetzt.

Bei einem Onkel, der im Rems-Murr-Kreis lebt, hatte sich Hisam nicht gemeldet. „Er weiß nicht, wo er steckt“, erklärte der Polizeisprecher. Es gebe auch keinen Hinweis, dass sich der Bub mit anderen Verwandten, die der Polizei nicht bekannt sind, in Verbindung gesetzt habe und mit diesen anderswo hingegangen sei.

Zeugen sollen sich bei der Polizei melden

Heute werden erneut der Schulweg und die nähere Umgebung abgesucht. Kriminalbeamte befragen Passanten, ob sie den Vermissten seit Freitag gesehen haben. Hisam wird beschrieben als „150 Zentimeter große, südasiatische Erscheinung“. Zuletzt habe er khakifarbene Oberbekleidung mit Kapuze, schwarze Schuhe und schwarze, fingerlose Handschuhe getragen. Er spreche sehr gut Deutsch, außerdem Englisch und Rumänisch.

Wer Hisam gesehen habe, etwa auch in Bussen oder Bahnen, soll sich melden bei der Kriminalpolizei Waiblingen, Telefon 07151 950-0.

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