Winnenden Polizei sucht angeblich bewaffnete Person: Panik bei Eltern

Winnenden / DPA 10.10.2018

Am Zentrum für Psychiatrie in Winnenden hat die Polizei am Mittwoch rund drei Stunden nach einer möglicherweise bewaffneten Person gesucht. Eine Zeugin hatte angegeben, auf dem Gelände der Einrichtung einen Menschen mit einer Schusswaffe gesehen zu haben. Die Suche blieb allerdings ohne Ergebnis. Die Kriminalpolizei geht von einer Fehldeutung aus. Die Zeugin war nach eigener Aussage im Park der Klinik einem Mann begegnet und hatte einen Gegenstand in dessen Jackentasche für eine Schusswaffe gehalten.

Diese Begebenheit führte zu einem Missverständnis zwischen Eltern von Schülern aus Winnenden, die eine Schule im benachbarten Ort Remseck am Neckar besuchen, und den Eltern aus Remseck. Denn die Remsecker Eltern schlossen aus den Erzählungen der Winnender Eltern, dass ein Bewaffneter an ihren Schulen unterwegs sei. Dies wurde dann so der Polizei in Ludwigsburg gemeldet.

Ermittlungen ergaben jedoch, dass der Meldung tatsächlich ein Irrtum zugrunde lag. Vorsorglich waren bis dahin aber Kräfte mehrerer Reviere zusammengezogen worden, um die Gemeinschaftsschule und die Grundschule umfassend überprüfen zu können. Die Schüler und Lehrer blieben währenddessen in ihren Klassenzimmern. Die Stadtverwaltung wurde ebenfalls informiert.

Hinweise, dass sich in Remseck eine verdächtige Person aufgehalten hatte, ergaben sich nicht, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Während des Einsatzes waren rund 350 Schüler und etwa 40 Lehrer auf dem Gelände. Etwa 50 Angehörige, zumeist Elternteile, warteten vor den Schulen. Eltern und Schüler wurden von speziell geschulte Polizeibeamte betreut.

Winnenden (Rems-Murr-Kreis) war am 11. März 2009 bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Ein 17-jähriger Schüler erschoss an seiner früheren Schule - der Albertville-Realschule - und in einem Autohaus in Wendlingen (Kreis Esslingen) 15 Menschen und sich selbst.

Polizeimeldung

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