München Polizei rettet Baby aus aufgeheiztem Auto

München / DPA 24.05.2016

Überhitzt und panisch: Einen in der Mittagshitze in einem Auto eingeschlossenen Säugling hat die Polizei in München gerettet. Seine Oma hatte das zehn Monate alte Mädchen am Samstag auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums zurückgelassen. Eine Frau wurde darauf aufmerksam, weil das Baby durchgängig schrie.

Die Polizisten hatten die Fahrerin vor Ort nicht finden können. Und weil nur ein einziges Fenster einen Spalt weit offen stand, schlugen sie eine Fensterscheibe des Autos ein. Das Kind war den Angaben zufolge völlig panisch, überhitzt, wirkte dehydriert und musste über lange Zeit beruhigt werden. Es wurde von einem Rettungsdienst versorgt.

In der Zwischenzeit kehrte die 57 Jahre alte Großmutter zurück – gegen sie wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. Trotz eingehender Belehrung der Beamten zeigte sich die Frau komplett uneinsichtig. Dabei muss es gar nicht brütend heiß sein, damit es für Kinder gefährlich wird. Ein Polizeisprecher: „Wenn es draußen 20 Grad hat, wird es im Auto mehr als doppelt so warm.“

Noch höhere Temperaturen herrschten bei einem ähnlich gearteten Einsatz der Polizei in Lindau, die dort am Sonntag, dem bisher heißesten Tag des Jahres,  einen zurückgelassenen Hund aus einem Auto befreite. Das Tier hatte kein Wasser und befand sich in einer Plastikbox, welche die Luftzirkulation nochmals verhindert.

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