Glosse Petitionsausschuss für stabileren Gelben Sack

 Hand hält Müllbeutel, Gelber Sack, Müll, Abfall, Unrat, Hausmüll,Download 110694823 am 22.6.2016 für WIRT
Hand hält Müllbeutel, Gelber Sack, Müll, Abfall, Unrat, Hausmüll,Download 110694823 am 22.6.2016 für WIRT © Foto: © Laboko - fotolia.com
Berlin / Roland Müller 23.07.2018

Ungerechtigkeiten, unzumutbare Härten, paragraphenreiterische Behörden, die Bürger piesacken: Der Petitionsausschuss des Bundestags ist eigentlich ein Ort für kleine Schicksale und große Fragen. Jeder Bürger kann dort seine Bitte oder Beschwerde vortragen: Mal droht ein Kleinunternehmer von Mühlen der Justiz zermahlen zu werden, mal fordert ein kinderloses Paar Unterstützung für entsprechende medizinische Hilfe.

Doch auch weniger schicksalhafte Fragen landen bei den Abgeordneten. So hat sich der Ausschuss nun mit der Dicke und Reißfestigkeit des Gelben Sacks beschäftigt. Denn viele Bürger, denen Mülltrennung und Recycling in Fleisch und Blut übergegangen sind, ärgern sich darüber, dass sie ihre heilige Mission mit unzureichender Ausrüstung erfüllen müssen. Das ist natürlich eine (und führt auch manchmal zu einer) Sauerei. Findet nun auch offiziell der Deutsche Bundestag. In einem Beschlusspapier, das der „Saarbrücker Zeitung“ exklusiv vorliegt, heißt es: Das Material sei oft  sehr dünn und „reißt dementsprechend schnell – häufig schon beim Abtrennen von der Rolle.“ Das Duale System räumt das Problem ein und gelobt Besserung.

Soll noch mal einer sagen, in Deutschland könne der kleine Mann nichts bewegen. Gegen Leute, die benutzte Windeln ins Altpapier werfen oder tote Haustiere zwischen Joghurtbechern verstecken, ist aber auch der Petitionsausschuss machtlos.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel