Konstanz Mediziner gesteht sexuellen Missbrauch von Patientinnen

Das Landgericht in Konstanz am Bodensee. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Das Landgericht in Konstanz am Bodensee. Foto: Patrick Seeger/Archiv © Foto: Patrick Seeger
Konstanz / DPA 31.01.2018

Ein wegen sexuellen Missbrauchs von Patientinnen angeklagter Arzt hat vorm Landgericht Konstanz ein Geständnis abgelegt. Das teilte der Vorsitzende Richter am Mittwoch mit. Die Öffentlichkeit war während des Geständnisses mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte des 39-Jährigen von der Verhandlung ausgeschlossen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren Oberarzt und Facharzt für Neurologie vor, in mehreren Fällen sexuelle Handlungen an Patientinnen getätigt zu haben. Dabei soll er die Frauen gebeten haben, sich bis auf die Unterwäsche zu entkleiden.

Bei der Untersuchung soll er den Slip der Patientinnen teilweise zur Seite geschoben und die Frauen an und zwischen den Schamlippen berührt haben. Dabei habe der Mann das Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnis zu den Frauen ausgenutzt. Betroffen sind laut Anklage fünf Patientinnen - die Taten sollen zwischen April 2014 und August 2015 geschehen sein.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Neurologe bereits im Oktober 2016 wegen sexuellen Missbrauchs von Patientinnen verurteilt worden. Das Amtsgericht hatte eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verhängt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der Mann soll die Frauen bei Behandlungen unsittlich berührt haben.

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