Über den Tag verteilt rechnen die Veranstalter mit bis zu 500 000 Teilnehmern. Die wollen einerseits gegen Gewalt an sowie gegen Benachteiligung von Lesben, Schwulen oder Transmenschen auf die Straße gehen. Andererseits wollen sie eine sommerliche Mega-Party feiern und einfach Spaß haben. Das kommt auch im Motto der Demonstration zum Ausdruck: Es lautet „Vereint in Liebe. Gegen Hass, Krieg und Diskriminierung“.
Der Demonstrationszug führt auf einer 7,4 Kilometer langen Strecke durch mehrere Berliner Stadtteile. Mit dabei sind laut Veranstalter 96 Fahrzeuge und mindestens 80 Fußgruppen aus aller Welt - so viele wie noch nie beim CSD in Berlin, der nun seine 44. Auflage erlebt. Darunter sind auch Menschen aus der Ukraine, die sich seit fünf Monaten eines russischen Angriffskrieges erwehren muss. Diesen wurde ein Truck gestellt, ihre Reisekosten wurden übernommen.
Der Christopher Street Day wird weltweit gefeiert. Zurück geht die Bewegung auf Ereignisse im Juni 1969, als Polizisten in New York eine Bar in der Christopher Street stürmten und so einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transmenschen auslösten. Novum in Berlin: Anlässlich der 44. CSD-Auflage werden erstmals drei Regenbogenfahnen am und auf dem Reichstagsgebäude wehen, dem Sitz des Bundestags.