Offenburg Offenburg plant nach Gewalttaten Videoüberwachung

Eine Video-Überwachungskamera. Foto: Arno Burgi/Archiv
Eine Video-Überwachungskamera. Foto: Arno Burgi/Archiv © Foto: Arno Burgi
Offenburg / DPA 13.09.2018

Vier Wochen nach dem gewaltsamen Tod eines Arztes in Offenburg (Ortenaukreis) erwägen Stadtverwaltung und Polizei eine verstärkte Videoüberwachung. Das Sicherheitsempfinden der Menschen solle so verbessert werden, sagte Oberbürgermeisterin Edith Schreiner (CDU) am Donnerstag. Neben der Tötung des Arztes habe es in der mehr als 60 000-Einwohner-Stadt in den vergangenen Monaten eine Reihe weiterer Straftaten gegeben. Um die Kriminalität einzudämmen, werde nun der Einsatz von Kameras geprüft. Überwacht werden könnte mit ihnen ein Gebiet rund um den Hauptbahnhof. Dieses habe sich zu einem Kriminalitätsschwerpunkt entwickelt.

Mitte August war in Offenburg ein 51 Jahre alter Arzt in seiner Praxis erstochen worden, eine Arzthelferin wurde verletzt. Die Polizei nahm einen 26 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia fest. Er sitzt in Untersuchungshaft. Nach dem tödlichen Angriff auf den Mediziner hatte Innenminister Thomas Strobl (CDU) zusätzliche Polizisten nach Offenburg geschickt, die seither dort Präsenz zeigen.

Die Tat hatte sich in einem Gebiet ereignet, das von der geplanten Videoüberwachung nicht betroffen ist. Die Kameras sollen unter anderem an einem Platz im Zentrum installiert werden, an dem es in der Vergangenheit laut Polizei und Rathaus vermehrt Drogendelikte und Gewalttaten gab. Entschieden werde über den Start der Videotechnik voraussichtlich bis Jahresende.

Pressemitteilung

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