• Österreich erlebt derzeit wieder einen Anstieg der Corona-Zahlen.
  • Der Impffortschritt stockt, 57 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.
  • Laut Medienberichten erwägt Österreichs Kanzler Sebastian Kurz deutliche Einschränkungen für Ungeimpfte.
Auch Österreich bleibt von der Delta-Variante des Coronavirus nicht verschont. In dem Land steigen die Corona-Zahlen immer weiter an. Die 7-Tage-Inzidenz liegt heute, 31.08., bei 104,8. Die Anzahl der Menschen, die mit Corona geimpft sind, steigt nicht so an wie erhofft. 57 Prozent sind vollständig geimpft, knapp 60 Prozent der Bevölkerung hat die erste Impfdosis erhalten. Aufgrund der Corona-Situation denkt das Land jetzt über einen erneuten Lockdown nach – allerdings nur für Teile der Bevölkerung.

Kein Lockdown für Geimpfte – dafür aber für Ungeimpfte

Laut dem Münchner Merkur habe Kanzler Kurz in einem Gespräch mit dem Online-Magazin oe24.TV angedeutet, dass es bei steigender Inzidenz Maßnahmen für Ungeimpfte geben würde. „Bevor wir das Leben für alle einschränken, wird es zunächst einmal den Versuch geben, dass zumindest für Geimpfte offen gehalten wird“, sagte er. In der Nachtgastronomie könnte das etwa der Fall sein. Ungeimpfte hätten dann dort keinen Zutritt mehr. Wie der Münchner Merkur berichtet, gebe es unter dem österreichischen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein ein Expertengremium. Dieses prüft, ob und in welchen Bereichen die Öffnung nur für geimpfte Menschen sinnvoll ist.
Der Vorstand der inneren Medizin an der Uniklinik in Salzburg malte in einem Interview aus, was es die nächsten Wochen brauche: „Wir müssen einiges machen, wenn es nicht zu einem Lockdown führen soll: sofort die dritte Impfung, die Erst-Impfung muss intensiver beworben werden, FFP2-Masken und Kontaktregeln.“

Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Österreich

Seit dem 1. Juli muss man in Österreich keinen Mindestabstand mehr einhalten. Auch die Quadratmeterregel ist seitdem entfallen. In Österreich wird auf die 3G-Regel gesetzt. Wer Zutritt zu einer Örtlichkeit möchte, muss demnach geimpft, getestet oder genesen sein. Das gilt für folgende Bereiche:
  • Gastronomie
  • Körpernahe Dienstleistungen
  • Hotellerie und Beherbergung
  • Freizeiteinrichtungen (z.B. Tanzschulen, Tierparks)
  • Kulturbetriebe (mit Ausnahme von Museen, Bibliotheken, Büchereien und Archiven)
  • Nicht öffentliche Sportstätten
  • Zusammenkünfte (ab einer Anzahl von mehr als 100 Personen)
  • Fach- und Publikumsmessen, Kongresse
  • Reisebusse und Ausflugsschiffe
In Clubs, Discos und Co. darf man nur als Geimpfter oder mit einem negativen PCR-Test, der maximal 72 Stunden alt ist. Testen müssen sich alle Menschen ab 12 Jahren. An allen Orten, an denen die 3-G-Regel gilt, entfällt die Maskenpflicht grundsätzlich. In vielen geschlossenen Räumen muss weiter Maske getragen werden. Etwa in:
  • öffentlichen Verkehrsmitteln und deren Stationen
  • Taxis
  • Seil- und Zahnradbahnen
  • in Kundenbereichen des Lebensmitteleinzelhandels
  • in öffentlichen Apotheken
  • Banken
  • Postgeschäftsstellen
  • bei Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichten im Rahmen des Parteienverkehrs
In der Gastronomie gibt es keine Sperrstunde mehr. In Gastronomiebetrieben, in denen überwiegend stehend konsumiert wird (z.B. Tanzlokale, Clubs, Diskotheken), ist eine Auslastung von 75 Prozent der maximalen Auslastung erlaubt.