NOTIZEN vom 14. April 2014

SWP 14.04.2014

Sprung aus dem Fenster

Mit einem Sprung von vierten Stock haben sich eine Frau (43) und ihr Enkel (3) aus einem brennenden Haus in Ansbach (Bayern) gerettet. Die Feuerwehr fing sie im Sprungtuch auf. Sie wurden mit schweren Rauchvergiftungen und Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht. Die Brandursache ist unbekannt, ebenso die im Hotel "Drei Quellen Therme" in Bad Griesbach. Die Feuerwehr rettete mehr als 100 Gäste; viele hatten sich auf Balkonen aufgehalten und wurden über Leitern in Sicherheit gebracht. Sechs Menschen wurden verletzt.

Geschäft mit Naziobjekten

Ein Auktionshaus in Paris will am 26. April Nazi-Erinnerungsstücke versteigern. Ein jüdische Vereinigung, die Beobachtungsstelle für Antisemitismus, nannte den beabsichtigten Verkauf "obszön". Die Auktion verletze das Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Unter den rund 40 Stücken sind Ausweispapiere des Reichsmarschalls Hermann Göring, eine Schenkungsurkunde des spanischen Diktators Franco an Göring und eine Zierdecke mit Hakenkreuzen und dem Reichsadler.

Kreuzstab aus dem Knast

Strafgefangene aus San Remo (Norditalien) haben einen neuen Kreuzstab für Papst Franziskus gefertigt. Er verwendete ihn gestern erstmals im Gottesdienst auf dem Petersplatz. Den über zwei Meter hohen Stab aus Olivenholz, den Franziskus in der linken Hand hielt, ziert auf Brusthöhe das päpstliche Wappen. Der Stab ist deutlich schlichter als der von Benedikt XVI.

Signal vom Handy?

Fariq Abdul Hamid, der Kopilot der verschwundenen Malaysia Airlines-Maschine, soll nach der Kehrtwende des Flugzeugs sein Handy eingeschaltet haben. Ein Funkturm in Penang an der malaysischen Westküste habe ein Signal seines Handys aufgefangen, berichtete die malaysische Zeitung "New Straits Times". Verkehrsminister Hishammuddin Hussein sagte, er habe keine Informationen über ein Handysignal.

Priester heiratet Partner

Erstmals ist ein anglikanischer Priester in England eine gleichgeschlechtliche Ehe eingegangen - gegen den Willen der Bischöfe. Der 58-jährige Krankenhausseelsorger Canon Jeremy Pemberton, geschiedener Familienvater mit fünf Kindern, heiratete seinen Partner Laurence Cunnington in einer privaten Zeremonie in einem Hotel. Im Februar hatten die Bischöfe der anglikanischen Kirche gleichgeschlechtliche Ehen für Kleriker verboten. Pemberton sagte, er habe Bischof Christopher Lowson von Lincoln informiert.