Hamburg / DPA

Ein Walross-Baby hat im Hamburger Tierpark Hagenbeck das Licht der Welt erblickt - und damit die Pfleger ordentlich überrascht.

Eigentlich hatte man erst Anfang Juni mit der Geburt gerechnet, teilte der Zoo am Mittwoch mit. Deshalb habe sich auch niemand gewundert, dass die trächtige Walross-Kuh Polosa am Sonntag unbedingt in ihre Box wollte. Dort habe sie ohne menschliche Hilfe und ohne Zeugen den Nachwuchs zur Welt gebracht. „Plötzlich war der Kleine da und machte sich lautstark bemerkbar“, sagte ein Pfleger.

Für die 23 Jahre alte Walross-Mama Polosa ist es bereits das dritte Kalb, das sie zur Welt gebracht hat. Der Zoo schätzt das Gewicht des neugeborenen Bullen auf 55 Kilo und spricht von einem „kräftigen Kerlchen“. Eine Schwangerschaft dauert bei den Schwergewichten aus dem Nordpolarmeer laut Zoo 15 bis 16 Monate.

Man werde das Baby-Walross der Öffentlichkeit präsentieren, sobald es die kritische Anfangsphase überstanden habe, sagte eine Sprecherin. Das könne aber einige Wochen dauern. Auch einen Namen werde es erst später erhalten. Hagenbecks Walrosse hatten bereits im Juni vergangenen Jahres Nachwuchs bekommen, der kleine Junge war aber nur wenige Wochen nach der Geburt gestorben. Auch das 2015 geborene Walross-Mädchen Loki überlebte nur zwei Jahre.

Der Tierpark Hagenbeck ist der einzige Zoo in Deutschland, der Walrosse hält. Den jüngsten Nachwuchs miteingerechnet sind es nun insgesamt sechs Tiere.