Glosse Neue Drohne patentiert: Kaffee im Anflug

© Foto: Skizze: US-Patentamt/IBM
Berlin / Igor Steinle 29.08.2018

Es gibt Menschen, die fürchten sich vor der Zukunft. Algorithmen würden sie entmündigen, Roboter ihnen die Arbeit wegnehmen. Und der Mensch – wo bitte, bleibt der Mensch? Der Mensch, das ist nun klar, muss sich eine Sorge mehr machen. Denn der technische Fortschritt könnte ihm bald auch die Kaffeepause rauben.

IBM hat kürzlich ein beachtenswertes Patent angemeldet: Eine Drohne, die Büroarbeitern an den Augen abliest, ob sie einen Kaffee brauchen. Nicht nur das: Das Fluggerät bringt den müden Menschen diesen auch an den Platz. Durchs Büro schwirrend, scannt es Pupillen und Mimik der Arbeitenden darauf ab, ob sie nach Koffein-Zufuhr aussehen. Dann lässt die Drohne eine Kaffeetasse in versiegeltem Beutel am Schreibtisch ab oder gießt das Heißgetränk direkt ein.

Wer sich aber nicht vorschreiben lassen will, wann es Zeit für Kaffee ist, dem bleibt in Zukunft also nur noch, Zwille und Stein mit zur Arbeit zu nehmen. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass die Kaffeedrohne dann zur Abwehr der Fortschritts-Sabotage mit autonomen Waffensystemen nachgerüstet werden würde. Experten der Uno, die so etwas gerne verbieten würden, tagen übrigens gerade in Genf. Eine Einigung ist nicht zu erwarten.

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