Am Sonntag, 03 April 2022,  wurden die Corona-Auflagen so stark gelockert, dass es beinahe an die Zeit vor dem ersten Lockdown im März 2020 erinnert. Damals gab es Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebote, Hygienevorgaben und auch die Maskenpflichten wurde eingeführt. Nun heißt es: Zurück zur Normalität, auch wenn sich das für viele wegen der relativ hohen Ansteckungszahlen in ihrem privaten Umfeld nicht so anfühlt.
  • Welche Corona-Regeln gelten noch in Baden-Württemberg?
  • Wo gilt noch eine Maskenpflicht?
  • Muss ich weiterhin in Quarantäne?
  • Wie lange gelten die Corona-Regeln?

Corona-Regeln BW: Was fällt jetzt alles weg?

Vor zwei Wochen waren schon Kontaktbeschränkungen für private Treffen und die Kapazitätsgrenzen für öffentliche Veranstaltungen abgeschafft. Nun fällt nach einer Übergangsfrist auch die Maskenpflicht in den meisten Lebensbereichen und Zugangsregeln gibt es auch kaum noch. Auch in Schulen ist die Maske kein Muss mehr und kann auch nicht vor Ort individuell angeordnet werden, heißt es aus dem Kultusministerium.

Maskenpflicht BW: Wo ist die Maske noch Pflicht?

Nach über zwei Jahren Corona-Pandemie waren am Sonntag nahezu alle Schutzmaßnahmen weggefallen. Nur in Bussen und Bahnen, Pflegeheimen und Krankenhäusern muss noch Maske getragen werden. Was in Büros und Betrieben gilt, entscheiden die Arbeitgeber. Die Ampel in Berlin hatte vor allem auf Betreiben der FDP das Infektionsschutzgesetz so geändert, dass kaum noch Auflagen möglich sind. Hintergrund ist, dass die Omikron-Variante milder ausfällt und die Krankenhäuser nicht mehr so stark durch Covid-Patienten belastet sind. Die Landesregierung setzte die Vorschriften des Bundes um - aber nur unter Protest.
Hier die Übersicht, wo nach dem Bundesgesetz weiterhin Maskenpflicht besteht:
  • in Kliniken
  • Arztpraxen
  • Pflegeheimen
  • ambulanten Pflegediensten
  • öffentlichen Verkehrsmitteln
  • im Flugzeug
Dort sind weiterhin FFP2-Masken vorschreiben.

Maskentragen soll freiwillig sein

In engen Innenräumen wäre es angebracht, freiwillig Mund- und Nasenschutz zu tragen. Dieser Appell kommt von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und auch von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Lauterbach hätte zum Beispiel gern, dass Supermarktketten ihren Kunden vorschreiben, im Laden Maske zu tragen. Was im Büro oder im Betrieb gilt, entscheiden die Arbeitgeber. In der Industrie im Südwesten wollen ein Großteil der Unternehmen vorsichtig sein und zunächst an der Maske festhalten.

Wer muss sich noch testen lassen?

Zumindest bis zu den Osterferien am 14. April wird in Schulen weiter zweimal die Woche getestet. Wer geboostert ist oder kürzlich genesen, muss sich nicht testen. Auch in Kitas und Krankenhäusern müssen sich Ungeimpfte zunächst weiter testen. Das heißt, wer positiv getestet ist, muss dann auch zuhause bleiben. Wie es Ende April mit dem Testen weitergeht, ist noch nicht geklärt.

3G-Regel in BW: Komme ich jetzt wieder überall rein?

Zugangsbeschränkungen gibt es ab Sonntag nicht mehr. Es sei denn, ein Discobetreiber kommt auf die Idee und führt selbst eine solche Regel ein. Könnte ja sein, dass mehr Feiernde kommen, wenn sie sicher sein können, dass keine Ungeimpften auf der Tanzfläche sind. Auch Restaurantbesitzer könnten per Hausrecht noch 3G oder Masken vorschreiben.

Muss ich weiterhin in Quarantäne?

Da gibt es an diesem Sonntag zunächst noch keine Änderung, denn die Quarantäne-Regeln werden in einer eigenen Verordnung angepasst. Aber auch hier soll es voraussichtlich Erleichterungen geben. Die Dauer soll auf fünf Tage verkürzt werden, hat der Bund den Länder vorgeschlagen, was wohl auch so kommen wird. Bisher dauern Absonderungen in der Regel zehn Tage und können mit einem negativen Test frühestens nach sieben Tagen beendet werden.