Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte jüngst betont, das Militärbündnis könne sich im Irak stärker im Kampf gegen den Terror engagieren. Zu dem zweitägigen Treffen in Brüssel wird auch Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) erwartet. Es ist ihr erster öffentlicher Auftritt im Ausland, seit sie am Montag ihren Rücktritt als CDU-Vorsitzende angekündigt hatte. Am Mittwoch könnten die Minister beschließen, dass Kräfte der globalen Anti-IS-Koalition künftig Teil der Nato-Mission werden.

Das Wiedererstarken des IS verhindern

Der aktuelle Irak-Ausbildungseinsatz der Nato läuft seit Oktober 2018. Er soll die irakischen Streitkräfte in die Lage versetzen, ein Wiedererstarken des IS zu verhindern. Die Bundeswehr ist an dem Einsatz nicht beteiligt. Anfang Januar hatte die Nato einen Teil ihrer Soldaten wegen der Spannungen im Nahen Osten aus dem Irak abgezogen. Kurz zuvor hatte das Militärbündnis entschieden, die tägliche Ausbildungsarbeit zunächst auszusetzen. Es wird erwartet, dass die Nato-Mission ihre Arbeit in Kürze wieder aufnimmt.