Gericht Großkreutz-Prozess: Urteil gegen Schläger bleibt

Kevin Großkreutz. Foto: Lino Mirgeler/Archiv
Kevin Großkreutz. Foto: Lino Mirgeler/Archiv © Foto: Lino Mirgeler
Stuttgart / DPA 24.01.2018
Berufungsprozess: Die Haftstrafe für den Großkreutz-Schläger bleibt bestehen - Zwei Jahre und neun Monaten.

Im Berufungsprozess um eine Prügelattacke auf Fußballprofi Kevin Großkreutz bleibt es für den verurteilten Schläger bei einer Jugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten Haft. Wie ein Sprecher des Landgerichts Stuttgart am Mittwoch mitteilte, wurden die Berufungen des 17-Jährigen sowie der Staatsanwaltschaft verworfen. Die Verteidigung hatte in der Neuverhandlung zwei Jahre und sieben Monaten gefordert, die Staatsanwaltschaft drei Jahre und sechs Monate. Da es in der Berufungsverhandlung nicht mehr um den Tatvorwurf ging, wurden keine Zeugen mehr gehört.

Die Öffentlichkeit war während der Verhandlung ausgeschlossen, weil nur die Jugendstrafe von einem der beiden verurteilten Schläger neu verhandelt wurde. Da dieser noch 17 Jahre alt ist, musste die Verhandlung ohne Zuschauer stattfinden, wie der Sprecher mitteilte. Die Hauptverhandlung sei hingegen öffentlich gewesen, weil der damalige Mittäter bereits 18 Jahre alt war. Dieser hat seine Jugendstrafe von einem Jahr und sieben Monaten Haft bereits akzeptiert.

Beide waren wegen einer nächtlichen Prügelattacke auf den Fußballstar verurteilt worden. Die Schlägerei im Februar 2017 hatte den VfB Stuttgart veranlasst, sich vom heute 29 Jahre alten Weltmeister von 2014 zu trennen. Er wechselte zu Darmstadt 98.