Friedrichshafen Museum: „Landshut“-Ausstellung kommt erst 2022

David Dornier, Direktor des Dornier Museums, steht vor der Lufthansa-Maschine Landshut in Friedrichshafen. Foto: Felix Kästle/Archiv
David Dornier, Direktor des Dornier Museums, steht vor der Lufthansa-Maschine Landshut in Friedrichshafen. Foto: Felix Kästle/Archiv © Foto: Felix Kästle
Friedrichshafen / DPA 12.08.2018

Die Ausstellung der 1977 entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“ verzögert sich. Die restaurierte Boeing 737 werde vermutlich erst 2022 im Dornier-Museum in Friedrichshafen zu sehen sein, sagte Museumssprecher Philipp Lindner der Deutschen Presse-Agentur dpa. Grund der Verzögerung sei die aufwendige Ausarbeitung eines Ausstellungskonzepts. Er fügte allerdings hinzu: „Wir hoffen natürlich, dass wir das Projekt bereits vorher realisieren können.“ Noch vor kurzem hatte Lindner von einer Präsentation der Maschine im Jahr 2020 gesprochen.

Die „Landshut“ war im vergangenen September zerlegt im Laderaum von zwei russischen Frachtmaschinen nach Friedrichshafen gebracht worden. Zuvor stand sie jahrelang schrottreif auf dem Flughafen der brasilianischen Stadt Fortaleza.

Das Flugzeug war im Oktober 1977 mit 91 Menschen an Bord von mit der Roten Armee Fraktion (RAF) verbündeten palästinensischen Terroristen entführt worden. Bei einem Zwischenstopp im Jemen wurde Flugkapitän Jürgen Schumann erschossen. Am 18. Oktober stürmte die Anti-Terror-Einheit GSG 9 die Maschine in der somalischen Hauptstadt Mogadischu und befreite alle Geiseln.

Dornier-Museum zu Landshut

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