Freiburg Mordprozess gegen Hussein K. wird fortgesetzt

Der Angeklagte sitzt neben seinem Verteidiger Sebastian Glathe (r.). Foto: Patrick Seeger/Archiv
Der Angeklagte sitzt neben seinem Verteidiger Sebastian Glathe (r.). Foto: Patrick Seeger/Archiv © Foto: Patrick Seeger
Freiburg / DPA 08.01.2018

Nach rund zweieinhalb Wochen Pause wird der Freiburger Mordprozess gegen den Flüchtling Hussein K. heute mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Es ist der erste Prozesstag in diesem Jahr. Gehört werden soll vor dem Landgericht Freiburg unter anderem ein Polizeibeamter, der Handy- und Kommunikationsdaten des Angeklagten ausgewertet hat. Hussein K. werden Mord und besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen. Er hat zugegeben, im Oktober 2016 in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Die Frau ertrank im Wasser des Flusses Dreisam. Der Prozess hatte vergangenen September begonnen. Ein Urteil soll es frühestens Mitte März geben.

Es geht in dem Prozess auch um die Frage, wie alt der vor der Jugendkammer stehende Mann ist. Das hat Auswirkungen auf die Höhe der Strafe. Er selbst hatte angegeben, aus Afghanistan zu kommen und 16 oder 17 Jahre alt zu sein. Zum Prozessauftakt gab er zu, gelogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält Hussein K. für mindestens 22 Jahre alt. Entsprechende Gutachten und Zeugenaussagen stützen das.

Pressemitteilungen des Landgerichts zu dem Prozess

Abschlussbericht der Polizei vom 31.1.2017