Freiburg Missbrauchsprozess Freiburg - Hauptbeschuldigter sagt aus

Freiburg / dpa 13.05.2018

Im Prozess um den jahrelangen Missbrauch eines Jungen bei Freiburg wird der Hauptbeschuldigte am Montag als Zeuge befragt. Der 39-Jährige werde in dem Verfahren vor dem Landgericht Freiburg im Laufe des Nachmittags gehört, kündigte ein Gerichtssprecher an. Dem Hauptbeschuldigten und der Mutter wird vorgeworfen, den heute neun Jahre alten Jungen mehr als zwei Jahre lang Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen zu haben. Er war den Angaben zufolge Lebensgefährte der Mutter des Kindes. Das Paar soll sich auch selbst an dem Jungen und an einem dreijährigen Mädchen vergangen haben. In dem Missbrauchsfall gibt es insgesamt acht Tatverdächtige.

Im aktuellen Prozess ist ein 50 Jahre alter Soldat der Bundeswehr angeklagt. Er hat zugegeben, den aus Staufen bei Freiburg stammenden Jungen im vergangenen Jahr zweimal gemeinsam mit Mutter und Stiefvater vergewaltigt und Geld gezahlt zu haben. Ein Urteil soll es noch in dieser Woche geben (Az.: 6 KLs 160 Js 30350/17). Weitere Prozesse folgen. Die Mutter und der Stiefvater, beides Deutsche, müssen sich vom 11. Juni an in Freiburg vor Gericht verantworten.