Stuttgart Minister: Computeranimationen wichtig gegen Kinderpornos

Guido Wolf (CDU), Justizminister von Baden-Württemberg, spricht bei einem Interview mit Journalisten. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv
Guido Wolf (CDU), Justizminister von Baden-Württemberg, spricht bei einem Interview mit Journalisten. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv © Foto: Sebastian Gollnow
Stuttgart / DPA 06.08.2018

Justizminister Guido Wolf (CDU) hat computergenerierte Kinderpornos als wichtiges Instrument für Ermittler im Kampf gegen Missbrauch von Kindern bezeichnet. Der Verfolgungsdruck im Darknet, dem anonymen Teil des Internet, müsse erhöht werden, sagte er am Montag. „Computeranimationen sind hier ein wichtiges Instrument, um den Ermittlern Zugang zu diesen Foren zu verschaffen und Kinderpornografie wirksam zu bekämpfen“, betonte er.

Auf Antrag von Baden-Württemberg und weiteren Ländern habe die Justizministerkonferenz bereits einen entsprechenden Beschluss verabschiedet. Darin werde das Bundesjustizministerium gebeten, eine entsprechenden Rechtsgrundlage zu prüfen. „Wir brauchen hier jetzt schnell Rechtssicherheit, damit die Kinderpornografie im Internet effektiv verfolgt werden kann“, sagte Wolf.

Zuvor hatte der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier, im „Morgenmagazin“ von ARD und ZDF gesagt: „Wer sich in Chats bewegt, wer sich in diesen Foren bewegt und mitmachen will, der muss Material liefern.“ Wer das nicht tue, „wird sofort erkannt als Polizeibeamter. Das muss man dringend ändern.“ Fälle wie der jahrelange sexuelle Missbrauch eines Jungen aus Staufen bei Freiburg könnten so möglicherweise viel schneller aufgeklärt werden.

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