Mildes Frühjahr gut für den Nachwuchs

SWP 19.04.2014

Bestand Seit einigen Jahren geht der Feldhasen-Bestand in Deutschland zurück. Auf der Roten Liste der bedrohten Arten wird er laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) inzwischen als gefährdet eingestuft. Hat der Verein "Wildtierschutz Deutschland" im Frühjahr 2007 noch etwa 1,7 Millionen Tiere ermittelt, so waren es fünf Jahre später, im März 2012, gerade mal noch 940 000. In Baden-Württemberg lag der Rückgang den Wildtierschützern zufolge bei 35 Prozent, in Bayern noch höher (minus 44 Prozent). Anders sehen die Schätzungen des Deutschen Jagdverbands aus: Er geht für das Jahr 2013 von einem Gesamt-Hasenbestand von etwa "drei bis dreieinhalb Millionen" Tieren aus. In Revieren mit geringen Hasenzahlen werde inzwischen ganz auf deren Abschuss verzichtet. Einig sind sich Jäger und Wildtierschützer weitgehend darin, dass die Hasenpopulation insgesamt rückläufig ist und die Hauptursache in der Veränderung ihrer Lebensräume liegt.

Wetter Der milde und trockene Frühling in Süddeutschland hilft dem Hasen-Nachwuchs auf die Sprünge - so die Einschätzung des Bayerischen Jagdverbands (BJV). Wichtig sei das milde Klima für jene Jungtiere, die im März auf die Welt gekommen sind. Bei feucht-kalter Witterung bestehe die Gefahr, dass die Neugeborenen auskühlen und sterben. Für eine stabile Population ist laut Verband vor allem das Überleben dieser Märzhasen wichtig.

Hoffnung für armen Hasen
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