Tübingen Messerstich auf Hochzeit: Angeklagter schweigt vor Gericht

Das Landgericht in Tübingen. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv
Das Landgericht in Tübingen. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv © Foto: Sebastian Kahnert
Tübingen / DPA 26.01.2018

Weil er einen Bekannten bei einem Hochzeitsfest mit einem Messer tödlich verletzt haben soll, muss sich seit Freitag ein Mann vor dem Landgericht Tübingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem zur Tatzeit 35 Jahre alten Angeklagten Totschlag vor. Nach Angaben des Gerichts soll er im Juli 2017 bei der Feier in Riederich (Kreis Reutlingen) mit seinem 30 Jahre alten Bekannten in Streit geraten sein. Dabei habe er ihm plötzlich ein Messer in den Oberkörper gestochen - das Opfer starb am Tag darauf an seinen Verletzungen. (Aktenzeichen 5 Ks 32 Js 14258/17)

Der mutmaßliche Angreifer war zunächst geflüchtet, konnte aber von der Polizei festgenommen werden. Das Motiv für die Tat lag nach ersten Einschätzungen der Beamten möglicherweise in jahrelangen Streitigkeiten zwischen den Familien der beiden Beteiligten. Zum Prozessauftakt am Freitag habe der Angeklagte sich nicht zur Tat äußern wollen, sagte eine Gerichtssprecherin. Die Verhandlung ist derzeit auf sechs Tage angesetzt.