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Angela Merkel
Köln / DPA

Angela Merkel, Donald Trump und Annegret Kramp-Karrenbauer gehören zu den Pappkameraden, die dieses Jahr im Kölner Rosenmontagszug mitrollen. Kanzlerin Merkel schreddert sich wie ein Bild des Künstlers Banksy selbst - „nichts bleibt, wie es war“, steht dabei.

Die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer steht auf dem Siegertreppchen und öffnet eine Flasche „Merkel Brut“, während den unterlegenen Kandidaten Friedrich Merz und Jens Spahn nicht wirklich zum Feiern zumute ist. Der Dampfer SPD läuft derweil Gefahr, am Eisberg „Groko“ zu zerschellen. Der Fisch Nemo leidet unter Plastikmüll, Vater Rhein unter Wasserknappheit und die Tiere im Hambacher Forst unter dem politischen Hickhack.

Die Wagen selbst sind noch geheim, doch stellte Zugleiter Alexander Dieper am Freitag schon mal einige Entwürfe vor. Die Motive reichen von der Kölner Lokalpolitik - Oberbürgermeisterin Henriette Reker fängt die Klüngel-Daltons ein - bis zur internationalen Bühne. So schlägt US-Präsident Donald Trump als Golfspieler das Klimaabkommen, den Iran-Deal und die Nato weg. Die Gelbwesten in Frankreich versuchen, Präsident Emmanuel Macron vom Sockel zu stoßen. Ein belgischer Koch frittiert seine Pommes über den Brennstäben des maroden Atomkraftwerks Tihange.

Das Motto des diesjährigen Kölner Rosenmontagszugs lautet „Uns Sproch es Heimat“ (Unsere Sprache ist Heimat). Damit ist die kölsche Mundart gemeint. Pferde und Kutschen sind im Zug auch dieses Jahr wieder mit dabei. Beim Rosenmontagszug 2018 waren in Köln zwei Kutschpferde durchgegangen, vier Menschen wurden verletzt. „Wir haben das Pferdekonzept nochmal verschärft“, sagte Dieper am Freitag. Alle Gruppen seien bestens vorbereitet. Dem Thema Pferde ist auch ein Wagen gewidmet: Dort sitzt ein Pferd in der Kutsche - und die Karnevalisten müssen ziehen.