Die Zahl der tödlichen Unfälle auf dem Bodensee ist im Jahr 2018 leicht gestiegen. Wie die See- und Wasserschutzpolizeien am Freitag mitteilten, verloren 13 Personen ihr Leben auf dem Bodensee oder auf dem Hochrhein - im Jahr zuvor waren es zehn Tote gewesen. Insgesamt ist die Zahl der Unfälle 2018 aber gesunken: 183 Unfälle registrierten die Einsatzkräfte demnach, in 2017 waren es noch mehr als 200 gewesen.

Die See- und Wasserschutzpolizei begründet den Anstieg der tödlichen Unfälle mit der sehr langen Badesaison infolge des warmen und trockenen Sommers. Wenn es sehr viele Badende und Wassersportler gebe, müsse man auch mit mehr Unfällen rechnen, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen.

Die Einsatzkräfte mussten im Jahr 2018 außerdem 437 Menschen aus Seenot retten. Auch diese Zahl liegt über dem Vorjahresniveau (361 Gerettete) und sei auf den langen Sommer zurückzuführen. Dass es im Allgemeinen weniger Unfälle als im Vorjahr gab, hänge laut dem Sprecher mit einem großen Schiffsunfall 2017 zusammen - bei einem Sturm seien damals gleich 70 Schiffe zusammengestoßen, was die statistischen Zahlen in die Höhe getrieben habe.

Der Schaden aller Unfälle belief sich nach Angaben der Einsatzkräfte auf mehr als 1,1 Millionen Euro - der überwiegende Teil entfiel demnach auf Schiffsunglücke. In der Statistik erfasst wurden vor allem Schiffs-, Bade- und Tauchunfälle.