Heilbronn/Ravensburg Mehr Straftaten im öffentlichen Personenverkehr

Heilbronn/Ravensburg / DPA 02.04.2018

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Aggressionsdelikte in Bussen, Bahnen und in Bahnhöfen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 4523 Fälle gestiegen - 2016 waren es noch 4227 Fälle. Dies ist laut den Zeitungen „Heilbronner Stimme“ und der „Schwäbischen Zeitung“ (Dienstag) auch der Höchststand seit fünf Jahren, denn 2013 wurden noch 3566 Delikte gemeldet. Die Zeitungen berufen sich auf Zahlen aus dem Stuttgarter Innenministerium.

Den größten Teil der Aggressionsdelikte bildeten dem Bericht zufolge die vorsätzlichen, leichten Körperverletzungen. Hier gab es 2017 insgesamt 3082 Fälle. Danach folgt die Gewaltkriminalität (1441 Fälle) und die schwere Körperverletzung (1101 Fälle). Unter den Delikten gab es auch Mehrfachtäter. So lag die Zahl der Tatverdächtigen bei 3913. Dies ist eine Steigerung im Vergleich zu 2016 um zehn Prozent. Die Zahl der Bedrohungen im öffentlichen Personennahverkehr stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 43 Fälle auf 453 Delikte an. Steigt die Kriminalität, geht auch die Zahl der Opfer nach oben. Hier gab es 2017 im Vergleich zu 2016 eine Zunahme um 8,3 Prozent auf 5374 Personen.

Die Grünen im Landtag forderten, die Sicherheitsvorkehrungen im öffentlichen Personennahverkehr im Südwesten zu erhöhen. „Die Verkehrsunternehmen sollten bei ihren bestehenden Sicherheitskonzepten weiter nachbessern“, sagte die Grünen-Verkehrsexpertin Elke Zimmer.

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