Vulkanausbruch Mehr als 60 Tote nach Vulkanausbruch in Guatemala

Guatemala-Stadt / dpa 06.06.2018

Die Zahl der Todesopfer nach dem heftigen Ausbruch des Feuervulkans in Guatemala ist auf 65 gestiegen. 46 Menschen seien zudem verletzt worden, wie der Katastrophenschutz bekannt gab. Rund 3200 Menschen mussten demnach in Sicherheit gebracht werden, nachdem der Vulkan am Sonntag ausgebrochen war. Der Vulkan verlor derweil an Kraft.

Er gehe davon aus, dass die Energie des Vulkans weiter sinken werde, sagte der Direktor des guatemaltekischen Instituts für Vulkanologie, Eddy Sánchez, bei einer Pressekonferenz. Der Vulkan sei generell jedoch aktiver als sonst. Bei den Eruptionen würden sehr heiße Gase austreten, sagte Sánchez.

Das Forensische Institut des Landes hatte bis Montagabend
13 der Toten identifiziert. Die weiteren Toten wurden in Leichenhallen gebracht, um dort ihre Identität festzustellen. Die Einsatzkräfte arbeiteten ohne Pause, um den Betroffenen zu helfen, teilte die Regierung auf Twitter mit. Aus mehreren Ländern sei Hilfe durch Ärzte angeboten worden, sagte der guatemaltekische Vizepräsident Jafeth Cabrera.

Ganze Familien umgekommen

Die Rettungskräfte bekommen bei der Bergung Schreckliches zu sehen. In einigen Häusern an den Hängen des Volcán de Fuego (Feuervulkan) entdeckten die Feuerwehrleute ganze Familien, die bei dem schweren Unglück ums Leben gekommen waren. In den Krankenhäusern kämpften die Ärzte am Dienstag derweil weiter um das Leben der Verletzten, die zum Teil Verbrennungen dritten Grades erlitten haben.

Der Feuervulkan südwestlich von Guatemala-Stadt war am vergangenen Sonntag ausgebrochen und hatte mindestens ein Dorf weitgehend zerstört. Präsident Jimmy Morales erklärte den Notstand, um schneller Hilfe in das Unglücksgebiet bringen zu können.

Der Volcán de Fuego ist einer von drei aktiven Vulkanen des Landes. Schon seit 2002 zeigt der etwa 3700 Meter hohe Berg wieder eine verstärkte Aktivität. Erst im Mai war der Vulkan ausgebrochen und hatte dabei eine Schlammlawine ausgelöst.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel