Der 92-jährige Emil Farkas war nach Angaben der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten von Dezember 1944 an als Jugendlicher gemeinsam mit seinem Bruder in dem KZ inhaftiert und in dem berüchtigten Schuhläufer-Kommando eingeteilt, das unter unmenschlichen Bedingungen Sohlen für die deutsche Schuhindustrie testen musste. Die Brüder gehörten nach Angaben der Stiftung zu den mindestens 3000 Kindern und Jugendlichen, die zwischen 1936 und 1945 in dem KZ inhaftiert waren.
Angeklagt ist in dem Prozess ein heute 100-Jähriger, der laut Staatsanwaltschaft zwischen 1942 und 1945 im KZ Sachsenhausen als Wachmann der SS Beihilfe zur Ermordung von Tausenden Lagerinsassen geleistet haben soll. Am zweiten Prozesstag hatte der Angeklagte bestritten, in dem KZ gewesen zu sein. Das Verfahren vor dem Landgericht Neuruppin wird aus organisatorischen Gründen in einer Sporthalle in Brandenburg/Havel geführt.