Google Doodle Maria Reiche, der Erforscherin der Nazca Linien

Google Doodle zum 115. Geburtstag von der deutschen Mathematikerin Maria Reiche.
Google Doodle zum 115. Geburtstag von der deutschen Mathematikerin Maria Reiche. © Foto: Screenshot: Google
Ulm / swp 15.05.2018
Die mysteriöse Wüsten-Linien waren das Leben von Maria Reiche. Google ehrt die Wissenschaftlerin zu ihrem 115. Geburtstag.

Die Nazca-Ebene in Peru: ein kahler Wüstenort. Weit und breit keine Menschen. Das Mysteriöse: In den 20er-Jahren entdeckten Piloten dort schnurgerade Linien, die den trockenen Boden durchzogen. Von oben betrachtet setzen sich diese Furchen im Boden zu riesigen Figuren zusammen, die mehr als hundert Meter groß sind. Wie diese Wüsten-Bilder entstanden? Erstmal ein großes Rätsel.

Ein Rätsel, dass für Maria Reiche zur Lebensaufgabe werden sollte. Die studierte Mathematikern, Physikerin und Geographin aus Dresden zog 1928 nach Peru - und blieb für immer. In Peru hörte sie zum ersten Mal von den unerklärlichen Nazca-Linien. Und sie nie wieder los ließ: Mit 43 Jahren begann sie alleine ihre Erforschung Rätsel der Nazca-Linien.

Helikopter-Aktion sorgte für Aufsehen

Die Wissenschaft war ihre Leidenschaft: Im Alter von 52 Jahren ließ Maria Reiche sich an den Kufen eines Helikopters festbinden. Warum? Um bessere Luftaufnahmen der riesigen Nazca-Bodenlinien zu bekommen. Selbst im hohen Alter und im Rollstuhl forschte Reiche weiter an den Nazca-Linien. Bis in die 1960er Jahre hatte sie ein Gebiet von rund 150 Quadratkilometern zu Fuß vermessen

In den 70er Jahren interessierten sich viele Touristen für das Nazca- Phänomen. Die Wissenschaftlerin engagierte sich auch für den Schutz und den Erhalt der Bodenlinien. 1994 bewirkte sie, dass Nazca-Linien in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde.

Am 8. Juni 1998 starb die 95-Jährige. Sie wurde in Nazca begraben. Mehr als 40 Jahre hatte sie an diesem Ort die geheimnisvollen Bodenmalereien untersucht. In Peru ist ihr Geburtstag sogar ein offizieller Nationalfeiertag.