Hamburg Ladegerät explodiert: Akku trifft 26-Jährigen ins Herz

Ein Mann in Hamburg ist nach der Explosion eines Ladegerätes seinen schweren Verletzungen erlegen.
Ein Mann in Hamburg ist nach der Explosion eines Ladegerätes seinen schweren Verletzungen erlegen. © Foto: SWP
Hamburg / dpa/swp 24.08.2018

Eine Explosion eines Akku-Ladegeräts hat einen Mann in Hamburg getötet. Ein Teil sei in die Luft geschleudert worden und habe den 26-Jährigen zunächst lebensgefährlich verletzt, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit. Rettungskräfte hätten ihn am Mittwochnachmittag noch am Unfallort wiederbelebt und in ein Krankenhaus gebracht, wo er schließlich am Donnerstag seinen Verletzungen erlegen sei.

Ladegerät war für Lithium-Akkus – LKA ermittelt

Nach Angaben der Polizei handelte es sich um ein Ladegerät, das Platz für zwei Lithium-Akkus der Größe AA bietet, wie sie etwa in kleinen Weckern, Kinderspielzeug und Fahrradleuchten eingesetzt werden. In der Regel sind solche Geräte recht klein und kompakt. Aus welchem Grund das Ladeinstrument mit einer solchen Wucht explodiert ist, ließ sich bisher nicht klären. Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen übernommen.

Laut Bild-Zeitung schoss bei der Explosion ein Akku aus dem Gerät und dem 26-Jährigen direkt ins Herz.

Der Vorfall ereignete sich in einem Bürogebäude im Stadtteil St. Pauli. Nach Angaben der Feuerwehr wurden rund 25 Zeugen vom Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes psychologisch betreut.

Immer wieder Unfälle mit Akkus

Schwere Unfälle mit Akkus und Batterieladegeräten machen immer wieder Schlagzeilen. Besonders betroffen waren Samsung-Kunden im Jahr 2016, als die südkoreanische Firma den Verkauf seines Modells Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr weltweit stoppen musste. Laut Experten fingen die Geräte wegen überhitzter Akkus Feuer.

Ein fehlerhaftes Handy-Ladegerät war im Juni 2014 der Auslöser eines tödlichen Unfalls in Sydney. Nach Medienberichten erlitt eine 28-Jährige einen Stromschlag, während sie ihr Mobiltelefon via USB-Anschluss am Laptop auflud. Ihre Leiche wurde mit Kopfhörern in den Ohren gefunden. Die Frau hatte Verbrennungen an Ohren und Brust.

Auch Akkus von E-Zigaretten können gefährlich sein: Im Mai 2018 starb in den USA ein 35-Jähriger, als sein Gerät explodierte. Er erlitt schwere Verbrennungen. Todesursache war den Ermittlern zufolge eine „Projektilwunde am Kopf“, wie die „New York Times“ meldete. Der Hersteller machte den Akku verantwortlich. In Köln wurde im Januar 2016 ein 20-Jähriger im Gesicht verletzt, als der neu eingebaute Akku seiner E-Zigarette in die Luft ging. Er verlor mehrere Zähne.

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