Drogenhandel und versuchter Mord Mafia-Prozess aus Platznot in Ex-Firmenkantine

Die ehemalige Kantine auf dem einstigen Gelände von Siemens in Konstanz. Foto: Felix Kästle
Die ehemalige Kantine auf dem einstigen Gelände von Siemens in Konstanz. Foto: Felix Kästle © Foto: Felix Kästle
Konstanz/Karlsruhe / DPA 29.07.2018
Weil das Konstanzer Gerichtsgebäude für einen großen Mafia-Prozess zu klein ist, wird in einer früheren Firmenkantine verhandelt. Es geht um Drogenhandel im großen Stil und versuchten Mord.

Ein Gerichtssaal der etwas anderen Art kommt bei einem großen Mafia-Prozess zum Einsatz. Weil das Konstanzer Gerichtsgebäude dafür zu klein ist, wird die meiste Zeit in einer eigens dafür hergerichteten früheren Firmenkantine verhandelt.

Wo zuvor Siemens-Beschäftigte zu Mittag aßen, sitzen von Herbst an in einem auf 67 Tage angelegten Verfahren neun mutmaßliche Mafiamitglieder auf der Anklagebank.

Drogenhandel

Die Männer - überwiegend Italiener oder von dort stammend, die zuletzt meist im Schwarzwald-Baar-Kreis wohnten - sollen Rauschgifthandel in großem Stil betrieben haben und Bezüge zur sizilianischen Cosa Nostra und zur kalabrischen 'Ndrangheta haben.

Versuchter Mord

Einem Angeklagten wird auch versuchter Mord vorgeworfen.

Umzug wegen Platznot

Da die umgebaute Kantine zum Prozessauftakt noch nicht fertig ist, müssen die Richter anfangs sogar in eine andere Stadt umziehen: Nach Angaben einer Sprecherin weichen sie die ersten zwei Prozesstage (Auftakt: 21. September, 9.00 Uhr) ins Karlsruher Landgericht aus.

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