Stuttgart/Ludwigsburg / DPA

Das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart hält Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Ludwigsburg aktuell nicht für erforderlich. Aus Sicht der Behörde gibt es andere - „gleich geeignete, aber mildere Mittel“ um Schadstoffe zu reduzieren, wie eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatte die Stadt eine entsprechende Pressemitteilung verbreitet. Die Stadt liegt innerhalb einer Umweltzone mit einem bestehenden Luftreinhalteplan, für den das RP zuständig sei. Nun soll der Plan fortgeschrieben werden. Die Behörde könnte dazu Fahrverbote anordnen, sofern gesetzlich vorgeschriebene Werte nicht eingehalten werden.

In Ludwigsburg ist das bisher beim Stickstoffdioxid der Fall, wie die Stadt mitteilte. Zwar sei es in den vergangenen Jahren gelungen, den entsprechenden Wert im Jahresdurchschnitt von 81 auf 51 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft zu reduzieren. Noch aber liege die Zahl über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm. Um den aktuellen Wert zu senken habe man Vorschläge ausgearbeitet und vorgelegt. Die Stadt setze auf die schnelle Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, den Ausbau der Radinfrastruktur sowie die Digitalisierung der Verkehrsleitsysteme und Elektromobilität. Auch wolle die Kommune von Juni an in einer besonders belasteten Straße die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 40 Stundenkilometer reduzieren.