Nach einer Corona-Infektion besteht für Infizierte das Risiko dauerhaft gesundheitliche Probleme zu bekommen. Long Covid ist der medizinische Oberbegriff für diese gesundheitlichen Langzeitfolgen.
  • Welche gesundheitlichen Vorerkrankungen begünstigen Long Covid?
  • Wie lange dauert die durchschnittliche Long Covid-Phase?
Ein Großteil der Patienten mit Long-Covid-Symptomen war vor der Virus-Infektion bereits wegen Vorerkrankungen in ärztlicher Behandlung. Dies berichtete die Bild am 13.07.2022 unter Berufung auf eine Datenauswertung des Zentralinstituts der Kassenärztlichen Versorgung (ZI). Danach litten 96 Prozent der Patienten mit Long Covid zuvor beispielsweise an Atemwegserkrankungen oder Übergewicht.

Welche Vorerkrankungen begünstigen Long Covid?

"96 Prozent der Long-Covid-Fälle waren im Jahr zuvor bereits in ärztlicher Behandlung", sagte der ZI-Vorstandsvorsitzende Dominik von Stillfried. Es gibt eine Reihe von gesundheitlichen Vorerkrankungen, die einen späteren Long Covid-Verlauf begünstigen. Dazu zählen:
  • Atemwegserkrankungen
  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Psychische Erkrankungen

Wie lange dauert die durchschnittliche Long Covid-Phase?

"Diese Daten zeigen: Long-Covid-Patienten weisen häufiger als die Allgemeinbevölkerung Vorerkrankungen wie Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck, Übergewicht und psychische Erkrankungen auf." Das ZI hat dem Bericht zufolge im kassenärztlichen Bereich 2021 rund 880.000 Fälle von Long-Covid registriert. Zwei Drittel der Patienten waren nach spätestens einem Quartal beschwerdefrei - ein Prozent der Fälle Verlauf komplex und langwierig. "Den Fall der jungen Frau, die noch nie etwas hatte und dann nach Infektion unter massiven Long-Covid-Komplikationen leidet, gibt es - aber eben nur sehr, sehr selten", sagte Stillfried. "Man muss dem Eindruck entgegentreten, dass jeder nach Covid mit Post-Covid und schweren Auswirkungen rechnen muss - das zeigen die Daten nicht."
(Mit Material von AFP)