Engstingen Leck in Biogasanlage: Betroffene warten auf Entschädigung

Transportfahrzeuge für Gärflüssigkeit in Engstingen vor der Anlage. Foto: Sascha Walther /Archiv
Transportfahrzeuge für Gärflüssigkeit in Engstingen vor der Anlage. Foto: Sascha Walther /Archiv © Foto: Sascha Walther / Pressefoto Eibn
Engstingen / DPA 09.01.2018

Knapp ein Jahr nach der Havarie einer Biogasanlage in Engstingen (Kreis Reutlingen) warten die Betroffenen immer noch auf Entschädigung. Bei einer Pressekonferenz am heutigen Dienstag dürfte die Betreibergesellschaft der Anlage nicht umhin kommen, Fragen zu einem möglichen finanziellen Ausgleich zu beantworten. „Alle hätten sich gewünscht, dass es innerhalb eines Jahres zur Regulierung der Schäden kommt“, sagte der Engstinger Bürgermeister Mario Storz (CDU).

Aus einem defekten Behälter für vergorene Lebensmittelreste waren am 11. Januar 2017 rund 1,5 Millionen Liter der stinkenden Flüssigkeit ausgelaufen und hatten Straßen, Keller und einen nahegelegenen Bachlauf verschmutzt. Durch den Feuerwehreinsatz und Trinkwasseruntersuchungen nach dem Unfall sind der Gemeinde nach Angaben des Bürgermeisters Kosten von mehr als 125 000 Euro entstanden. Auch Lagerräume und das Untergeschoss eines Hotels wurden geflutet. Die Versicherung der Firma zahlt nicht, weil die Anlage möglicherweise unerlaubt betrieben wurde. Die Staatsanwaltschaft Tübingen prüft den Vorwurf.

Erklärung des Anlagenbetreibers Biga Energie, 17. Mai 2017

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