Unglück Lawine: Überlebende zurück in Deutschland

Rettungskräfte beraten sich in St. Valentin in Südtirol.
Rettungskräfte beraten sich in St. Valentin in Südtirol. © Foto: Walter Wegmann
DPA 09.01.2018

Die Überlebenden des Lawinenunglücks von vergangener Woche in Südtirol sind zurück in Deutschland. Entsprechende Medienberichte bestätigte die Staatsanwaltschaft in Bozen am Dienstag. Weitere Einzelheiten könnten derzeit nicht bekanntgegeben werden, da die Ermittlungen noch im Gange seien, sagte eine Sprecherin.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen alle sieben überlebenden Teilnehmer der Skitour, bei der eine Mutter und ihre elfjährige Tochter aus Ludwigsburg in Baden-Württemberg vergangenen Mittwoch ums Leben gekommen waren. Die beiden waren im Skigebiet Haideralm im Vinschgau von einer Lawine mitgerissen worden. Sie wurden beide geborgen, starben aber kurz darauf. Der Vater nahm an der Tour mit insgesamt neun deutschen Sportlern abseits der Piste ebenfalls teil - er überlebte.

Nach dem Lawinenunglück waren die Zeugen vernommen worden. Eine Obduktion der Leichen wurde nicht angeordnet, da die Ursache des Todes der zwei Opfer klar sei, so die Behörde. Bei den Ermittlungen geht es nun unter anderem darum, die Dimension der Lawine zu überprüfen. In Italien ist das Verhalten, das zur ungewollten Auslösung einer Lawine führt, eine Straftat. Wenn Menschen dadurch sterben, kann fahrlässige Tötung vorliegen.

Am Tag des Unglücks herrschte in der gesamten Region erhebliche Lawinengefahr der Warnstufe 3 von 5. Angesichts des vielen Neuschnees und Windes drohen auch in dieser Woche Lawinen in den italienischen Alpen. Im Aostatal wurde am Dienstag für einige Gebiete die höchste Warnstufe 5 verhängt.

Aostatal zur Lawinengefahr

Die 45-jährige Mutter und ihre 11-jährige Tochter gehörten der Schneeläuferzunft Ludwigsburg an. Die Bietigheimer Zeitung hat nachgefragt, worauf man beim Skifahren achten sollte.