Das zeigt eine Langzeitstudie von Forschern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Berlin und Zürich.

Begründung: "Möglicherweise ermuntern pessimistische Zukunftserwartungen die Senioren dazu, noch besser auf die eigene Gesundheit zu achten und sich vor Gefahren zu schützen", meint Frieder Lang, Leiter des Instituts für Psychogerontologie an der FAU mit.

Die Forscher analysierten für die Studie Daten, die zwischen 1993 und 2003 immer bei den selben Menschen erhoben wurden. Die mehr als 10 000 Befragten mussten jedes Jahr angeben, wie zufrieden sie aktuell mit ihrem Leben waren und wie zufrieden sie in fünf Jahren zu sein glaubten. Später prüften die Wissenschaftler dann, ob die erwartete Zufriedenheit mit der aktuell angegebenen übereinstimmte - bei jedem Befragten sechsmal.

Auffallend war für die Forscher: Schätzten die Teilnehmer ihre künftige Zufriedenheit überdurchschnittlich hoch ein, erhöhte sich ihr Erkrankungs- und Sterblichkeitsrisiko um etwa zehn Prozent. Und: Je älter die Befragten waren, umso pessimistischer sahen sie die Zukunft. Junge Erwachsene zeichneten meist ein unrealistisch rosiges Bild von ihrer Zukunft.