Unter anderem will die Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, sprechen. Ihr Büro hatte sich nach der Machtübernahme durch die Taliban sehr besorgt geäußert. In den vergangenen Wochen habe es aus Regionen, die die Taliban erobert hatten, erschütternde Berichte über Menschenrechtsverletzungen gegeben, berichtete ein Sprecher vergangene Woche. Der Rat dürfte eine Resolution verabschieden, die zur Einhaltung der Menschenrechte auffordert.
Vor einer Woche haben die militant-islamistischen Taliban die afghanische Hauptstadt Kabul erobert und die Macht übernommen. Seitdem fürchten Oppositionelle, Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und auch Ortskräfte, die für westliche Staaten tätig waren, Racheaktionen an sich. Viele Bürger befürchten, dass die Extremisten wieder ein islamisches „Emirat“ errichten wollen und dabei mit drakonischen Strafen gegen Andersdenkende vorgehen.
Der UN-Menschenrechtsrat besteht aus 47 Ländern, die von der UN-Generalversammlung für jeweils drei Jahre bestimmt werden. Darunter ist zur Zeit auch Deutschland.