Positiv Tag des positiven Denkens: Fünf gute Nachrichten

Positiv bleiben! Die Welt ist nicht immer schlecht.
Positiv bleiben! Die Welt ist nicht immer schlecht. © Foto: carloscuellito87/pixabay
Ulm / Moritz Clauß 13.09.2018
Gibt es nur noch schlechte Nachrichten? Natürlich nicht! Vieles auf der Welt läuft nämlich ziemlich gut.

Ein durch die Weltpolitik trampelnder US-Präsident, der Klimawandel, die wachsende Schere zwischen Arm und Reich... Gründe dafür, pessimistisch in die Zukunft zu blicken, gibt es viele.

Doch am Donnerstag ist der Tag des positiven Denkens! Und auch, wenn vieles auf der Welt daneben läuft: Es gibt natürlich auch jede Menge guter Nachrichten. Glaubt ihr nicht? Wir haben fünf Beispiele für positive Entwicklungen:

1. Weniger Kindersterblichkeit

5,6 Millionen Kinder starben laut Unicef 2016 vor ihrem fünften Lebensjahr. Viele dieser Tode waren vermeidbar. Trotzdem ist die Zahl ein Zeichen für eine positive Entwicklung. Denn 1990 waren es noch 12,6 Millionen Kinder. Die Kindersterblichkeit hat also deutlich abgenommen.

In ihren „Zielen für nachhaltige Entwicklungs“ haben sich die Vereinten Nationen vorgenommen, die Kindersterblichkeitsrate bis 2030 auf 25 von 1000 Kindern unter fünf Jahren zu senken. 1990 lag der Wert noch bei 93 Kindern, bis 2016 sank er auf 41. In Deutschland sterben derzeit weniger als vier von 1000 Kindern unter fünf Jahren.

2. Steigende Lebenserwartung

Die Menschen leben immer länger. Weltweit hat die durchschnittliche Lebenserwartung zwischen 1960 und 2009 um 17 Jahre zugenommen. Das zeigen Daten der Weltbank. In Deutschland liegt sie mittlerweile bei knapp 80 Jahren – 1960 waren es noch etwa 70.

In Entwicklungsländern liegt die durchschnittliche Lebenserwartung zwar immer noch deutlich unter dem globalen Schnitt. Auch dort lassen sich jedoch Verbesserungen beobachten. Mali bildete beispielsweise 1960 mit einem durchschnittlichen Sterbealter von 30 Jahren das Schlusslicht der Statistik. Mittlerweile werden die Menschen dort im Durchschnitt über 50. Besonders stark verbessert hat sich die Lebenserwartung übrigens in China: von 43 auf über 73 Jahre.

3. Weniger Aids-Tote

In vielen afrikanischen Ländern hängt die geringe Lebenserwartung mit einer weiten Verbreitung des HI-Virus zusammen. Seit dem Jahr 2000 hat die Zahl der Menschen, die mit HIV leben, zwar zugenommen – von geschätzten 27,4 auf 36,9 Millionen. Die Zahl der Neuansteckungen ist jedoch deutlich rückläufig. Außerdem sterben immer weniger Menschen an Aids.

Das liegt daran, dass sich die medizinische Versorgung von Menschen mit HIV deutlich verbessert hat. Die Kosten für eine Behandlung sind stark gesunken. Beim rechtzeitigen Beginn einer Therapie haben Betroffene deshalb eine fast genauso hohe Lebenserwartung wie der Rest der Bevölkerung.

4. Viel ehrenamtliches Engagement

Das Jahr 2015 war nicht nur das Jahr, in dem hunderttausende Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind. Es war auch das Jahr, in dem viele Deutsche sich für diese Menschen engagiert haben – zum Beispiel als Dolmetscher oder Behördenbegleiter.

Ehrenamtliches Engagement ist hierzulande zunehmend weit verbreitet. Dem Deutschen Zentrum für Altersfragen zufolge haben sich 2014 über 40 Prozent der Deutschen freiwillig engagiert. Allerdings zählen die Verfasser der Studie hierzu auch Menschen, die in einem Chor singen oder Mitglied in einem Sportverein sind. Doch auch wenn man diese Bereiche nicht als ehrenamtliches Engagement einstuft, bleiben noch immer Millionen Deutsche, die sich in Schulen oder Kirchen engagieren, die für den Umweltschutz eintreten oder Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr oder eines Rettungsdienstes sind.

5. Tschüss, Plastiktüte!

Die Deutschen verbrauchen beim Einkaufen immer weniger Einweg-Plastiktüten. Allein von 2015 bis 2017 hat sich die Zahl der Tüten, in der Konsumenten ihre Einkäufe nach hause transportieren, hierzulande halbiert.

Die EU gibt vor, dass in Europa spätestens 2025 jährlich nur noch 40 Plastiktüten pro Person und Jahr verbraucht werden sollen. In Deutschland liegt der Schnitt schon jetzt bei 29 Plastiktüten pro Person.

Weniger Einweg soll es bald auch bei Rewe und Penny geben: Die Supermärkte wollen bis zum Jahr 2020 den Verkauf von Einweggeschirr stoppen.

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