Pforzheim Künstler muss wegen schwarz angemalter Villa vor Gericht

Der Architekt und Galerist Andreas Sarow vor der schwarz gestrichenen Villa. Foto: Uli Deck/Archiv
Der Architekt und Galerist Andreas Sarow vor der schwarz gestrichenen Villa. Foto: Uli Deck/Archiv © Foto: Uli Deck
Pforzheim / DPA 13.04.2018

Weil er seine alte Pforzheimer Stadtvilla schwarz angemalt und das auferlegte Bußgeld nicht gezahlt hat, muss sich Künstler Andreas Sarow am 20. April vor dem Amtsgericht verantworten. Das teilte Sarow am Freitag mit. Die Stadt Pforzheim hatte den Diplom-Ingenieur im November 2015 mit einem Bußgeld belegt: Wegen der nicht genehmigten Kunstaktion an dem denkmalgeschützten Gebäude vor drei Jahren sollte Sarow 50 000 Euro zahlen und eine Gebühr in Höhe von 2500 Euro. Begründung laut Bescheid: Sarow habe die Aktion weder genehmigen lassen, noch wäre sie genehmigt worden. Zuvor hatte auch die „Pforzheimer Zeitung“ berichtet.

Dem kam der Unternehmer nicht nach und muss nun persönlich erscheinen. Das geht aus der Ladung des Amtsgerichts hervor, die der dpa vorliegt. Sollte es sich um eine Ordnungswidrigkeit handeln, werde er ein angemessenes Bußgeld zahlen, sagte Sarow. Das liege aber in vergleichbaren Fällen im dreistelligen Bereich. Stadt und Amtsgericht waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Sarow, der die Villa zwischenzeitlich verkaufte, hatte das Gebäude Ende Oktober 2015 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion für kurze Zeit anstreichen lassen - inklusive Fenstern. Inzwischen ist das Haus wieder weiß. „Es ist nichts passiert. Vorher weiß, nachher weiß“, betonte Sarow. Die hohe Strafe sei absurd. Vor kurzem hatte der Galerist auch mit einem von einem Gitterkäfig umbauten Haus von sich reden gemacht.