Stuttgart Kraftwerke dürfen trotz warmer Flüsse weiterlaufen

Luftbild des Großkraftwerks Mannheim. Foto: Uli Deck/Archiv
Luftbild des Großkraftwerks Mannheim. Foto: Uli Deck/Archiv © Foto: Uli Deck
Stuttgart / DPA 27.07.2018

Die Kraftwerke an Rhein und Neckar in Baden-Württemberg können trotz des stark erwärmten Flusswassers weiterlaufen. Auch bei Überschreiten der Grenze von 28 Grad Wassertemperatur sei der Betrieb ausnahmsweise weiter möglich, teilte das Energie- und Umweltministerium am Freitag in Stuttgart mit. Die Betreiber der Kraftwerke in Karlsruhe und Mannheim am Rhein sowie in Stuttgart, Neckarwestheim, Heilbronn und Altbach am Neckar hatten Ausnahmegenehmigungen beantragt. „Die Lage ist zwar angespannt, nach aktuellem Stand können die zuständigen Wasserbehörden die Ausnahmen aber erteilen“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne).

Die aktuelle Hitzeperiode zeigt nach Überzeugung des Ministers, wie wichtig es ist, unabhängiger von konventionellen Kraftwerken zu werden. Immerhin könnten tagsüber aktuell bis zu 40 Prozent des Strombedarfs durch Photovoltaik gedeckt werden.

Nach der Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums Stuttgart darf die rechnerische Mischtemperatur des Neckars nach der Kühlwassereinleitung maximal auf 28,5 Grad steigen. Sobald 28 Grad überschritten werden, müsse die Leistung der Kraftwerke gedrosselt werden, teilte die Behörde mit.

Die aktuellen Temperaturen von Rhein und Neckar liegen um 25 Grad. Mit einem Anstieg auf 27 bis 28 Grad sei in den kommenden Tagen zu rechnen. Wassertemperaturen über 28 Grad gelten als kritisch für Fische.

Mitteilung des Umwelt- und Energieministeriums

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