Auf der am Freitag (17.00 Uhr) in Geiselwind (Landkreis Kitzingen) beginnenden Landessynode soll über die rechtlichen Voraussetzungen dafür diskutiert werden. Denn ähnlich wie das Parteiengesetz lässt die Geschäftsordnung bisher nicht zu, auf Online-Konferenzen rechtskräftig Beschlüsse zu fassen und Wahlen abzuhalten. 
Die Landessynode wird oft als „Kirchenparlament“ bezeichnet. Sie ist eines von vier leitenden Organen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) neben dem Landesbischof, dem Landeskirchenrat und dem Landessynodalausschuss. Letzterer vertritt die Landessynode, die sich zwei Mal im Jahr trifft. Ob diese Treffen im Falle eines erneuten Lockdowns ganz oder teilweise digital stattfinden können, soll zunächst erprobt werden - falls die Vorlage des Kirchengesetzes am kommenden Wochenende begrüßt wird.
Die Mitglieder der Synode sind seit Dezember gewählt. Eigentlich wollte sich die Synode im März konstituieren. Wegen der Pandemie musste die geplante Frühjahrssynode jedoch verschoben werden. Statt an fünf Tagen in Bayreuth wird die Versammlung nun an drei Tagen in Geiselwind abgehalten. Eröffnet wird die Tagung am Freitag mit einem Gottesdienst von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.