Freiburg Ermittler: Keine Infos zu Aussagen im Missbrauchsfall

Außenaufnahme des Polizeipräsidiums in Freiburg. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Außenaufnahme des Polizeipräsidiums in Freiburg. Foto: Patrick Seeger/Archiv © Foto: Patrick Seeger
Freiburg / DPA 16.01.2018

Im Freiburger Missbrauchsfall macht die Staatsanwaltschaft keine Angaben zu den Vernehmungen der acht Tatverdächtigen. Das habe etwas mit Ermittlungstaktik zu tun, sagte ein Sprecher der Behörde am Dienstag in Freiburg. Mit den möglichen Anklagen sei aber recht rasch zu rechnen. Haftsachen würden stets beschleunigt bearbeitet. „Da wird kein halbes Jahr vergehen“, sagte der Sprecher. Zumal die Fälle nach einem halben Jahr dem Oberlandesgericht zur Haftprüfung vorgelegt werden müssten. Geplant sei, die Fälle weitgehend getrennt anzuklagen.

Ein Kind wurde den Ermittlungen zufolge von seiner 47 Jahre alten Mutter und deren 39-jährigem Lebensgefährten über das Internet Männern aus dem In- und Ausland gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen. Es wurde demnach von mehreren Tätern wiederholt und an mehreren Orten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt. Die Taten sollen sich von 2015 bis Herbst 2017 ereignet haben.