In einem Bußgottesdienst will das Erzbistum Köln am Donnerstag um 11 Uhr die Schuld der Kirche beim sexuellen Missbrauch durch Priester anerkennen. Den nicht öffentlichen Gottesdienst im Kölner Dom wird der derzeitige Vertreter von Kardinal Rainer Maria Woelki zelebrieren, der Apostolische Administrator Rolf Steinhäuser. Woelki befindet sich in einer mehrmonatigen Auszeit.
Steinhäuser wolle stellvertretend um Vergebung für die Fehler des Erzbistums Köln bitten, hieß es in einer Mitteilung. „Mit dem Bußgottesdienst bekennen wir unsere Schuld gegenüber dem Herrn, aber auch den Betroffenen gegenüber. Ihnen ist durch sexualisierte Gewalt immenser Schmerz und großes Leid zugefügt worden“, wird der Weihbischof zitiert.
Der Betroffenenbeirat, in dem Opfer von kirchlichem Missbrauch organisiert sind, hat den Gottesdienst mit vorbereitet. Einzelne Betroffene hatten Form und Zeitpunkt des geplanten Gottesdienstes kritisiert.