• Starke Regenfälle, die mehrere Tage andauerten, haben in Kanada Schlammlawinen ausgelöst
  • Im Westen Kanadas ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen
  • Wassermassen hatten Straßen beschädigt und wurden gesperrt
  • Menschen steckten in ihren Fahrzeugen fest
  • Wie ist die aktuelle Lage?

Unwetter in Kanada mit Sturm und Überflutungen

Das ganze Wochenende lang bis zum Montag hat ein schweres Unwetter für starke Regenfälle in Kanada gesorgt. British Columbias Verkehrsminister Rob Fleming bezeichnete die Unwetter am Dienstag (Ortszeit) als „den schlimmsten Sturm seit einem Jahrhundert“. Sintflutartige Regenfälle, die über das Wochenende bis in den Montag hinein im Süden der Provinz niedergingen, hatten Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst.

Evakuierungen in Kanada nach Überschwemmung und Erdrutsch

Zahlreiche Ortschaften sowie ein Teil der Stadt Chilliwack wurden Medienberichten zufolge evakuiert. Wegen der Regenfälle hatten die Behörden auch Evakuierungen in der Gemeinde Merritt nordöstlich von Vancouver angeordnet. Für die Betroffenen wurden Notunterkünfte eingerichtet. Auch in der Region Fraser Valley östlich von Vancouver und entlang der Grenze mit den USA gab es heftige Überschwemmungen. In der Grenzstadt Abbotsford mussten rund 1100 Menschen ihre Häuser verlassen. In rund 9000 Haushalten fiel der Strom aus.

Mindestens eine Tote durch schweres Unwetter in Kanada

Bei von starken Regenfällen ausgelösten Schlammlawinen im Westen Kanadas ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, mindestens zwei weitere wurden vermisst. Such- und Rettungstrupps bargen nahe des 250 Kilometer nördlich von Vancouver gelegenen Orts Lillooet die Leiche einer Frau, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte.

Wassermassen: Straßen gesperrt – Vancouver zeitweise abgeschnitten

Nördlich von Vancouver hatten Schlamm- und Wassermassen am 15.11.2021 mehrere Hauptverkehrsstraßen schwer beschädigt und zahlreiche Menschen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen. Hunderte Menschen, die in ihren Fahrzeugen in Richtung Vancouver unterwegs waren, mussten mit Militärhubschraubern in Sicherheit gebracht werden. Die beschädigten sowie weitere Hauptverbindungsstraßen wurden gesperrt. Auch die Bahnverbindung in den Rest des Landes war außer Betrieb. Die kanadische Westküsten-Metropole war daher nur noch vom Süden aus aus den USA kommend aus erreichbar.