Sacramento Kalifornien verbietet Plastiktüten

Bald Vergangenheit: Eine Frau verlässt einen Supermarkt in Los Angeles mit Gemüse in der Tüte.
Bald Vergangenheit: Eine Frau verlässt einen Supermarkt in Los Angeles mit Gemüse in der Tüte. © Foto: dpa
DPA/AFP 02.10.2014

Als erster US-Bundesstaat sagt Kalifornien mit einem Verbot von Einweg-Plastiktüten der wachsenden Verschmutzung durch Plastikmüll den Kampf an. Der Gouverneur des Westküstenstaates, Jerry Brown, hat jetzt ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet.

Demnach dürfen die dünnen Plastiktüten in Lebensmittelläden und Drogeriemärkten vom Juli 2015 an nicht mehr an Kunden ausgegeben werden. Von 2016 an gilt das Verbot auch in kleineren Läden.

"Dieses Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung", verkündete Brown in einer Mitteilung. "Es reduziert die Flut von Plastikmüll an unseren Stränden, in Naturparks und im Meer." Er hoffe, dass andere Staaten diesem Beispiel folgen. Supermärkte in den USA geben beim Lebensmittelkauf normalerweise dünne Plastiktüten oder wahlweise Papiertüten an ihre Kunden aus.

Über 120 Kommunen und kleinere Bezirke in Kalifornien haben die Einwegtüten in den vergangenen Jahren bereits abgeschafft. 2010 waren Umweltschützer mit einem Antrag auf ein landesweites Verbot im kalifornischen Senat noch gescheitert. Die Hersteller von Plastiktüten waren damals mit einer großen Werbekampagne gegen die Aktion ins Feld gezogen.

In Frankreich wollen die regierenden Sozialisten Plastiktüten landesweit zum 1. Januar 2016 per Gesetz aus Supermärkten und Geschäften verbannen. Die Stadt Paris will damit schon früher anfangen und setzt auf freiwillige Vereinbarungen mit dem Einzelhandel.