Westerland / DPA

An die Strände von Sylt werden in diesem Jahr rund 1,2 Millionen Kubikmeter Sand gepumpt, um die Küste zu sichern. Die sogenannten Sandvorspülungen werden 2019 etwa 6,5 Millionen Euro kosten.

„Küstenschutz ist und bleibt insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels eine bedeutende Aufgabe des Landes“, sagte Küstenschutzminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Montag auf Sylt.

Die beliebte Ferieninsel spiele eine besondere Rolle. „Die Insel sichert aufgrund ihrer exponierten Lage auch das dahinterliegende Festland vor Schäden durch Sturmfluten.“ Ein Gemisch aus Sand und Wasser wird aus großen Rohren an die Sylter Strände gepumpt und dort mit Planierraupen verteilt. Die flexiblen Sandvorspülungen hätten sich bislang als der effektivste Schutz für die Sylter Westküste erwiesen. Sie sorgten zudem dafür, dass das Weltnaturerbe Wattenmeer nicht durch den steigenden Meeresspiegel versinke.

Durch Westwinde und die dadurch hervorgerufene Meeresbrandung werden nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) jährlich ein bis vier Meter von der Westseite der Insel abgetragen. Sylt verliere dadurch jedes Jahr rund eine Million Kubikmeter Sand. Es gebe nur wenige Stellen an der deutschen Nordseeküste, an denen das Meer mit solcher Gewalt auf die Küste trifft wie auf Sylt, sagte Arfst Hinrichsen vom LKN.