Nur noch vier statt fünf Tage in der Woche arbeiten und das bei gleichem Lohn. Das wünschen sich viele Menschen die angestellt arbeiten. In Island ist dieses Modell nun getestet worden.
Die Wochenarbeitszei in Island
gehört zu den höchsten weltweit, das durchschnittliche Erwerbsleben mit 47 Jahren zu den längsten in ganz Europa. das hat auch Auswirkungen auf das private Leben. Eine Umfrage ergab, dass viele Isländer zu wenig Zeit für Freizeit und Familie haben und auch die Zahl der Burn-out-Patienten ist sehr hoch.

Mehr Produktivität, weniger Stress

In der weltweit größten Studie zur Vier-Tage-Woche, die von der Alda (Association for Sustainable Democracy) und dem Thinktank Autonomy durchgeführt wurde, ist das Ergebnis, das in Island erreicht wurde durchweg positiv ausgefallen: mehr Produktivität, Wohlbefinden, weniger Stress und Burnout. Zwischen 2015 und 2019 nahmen ein Prozent der isländischen Bevölkerung teil, rund 2500 Angestellte. Die Teilnhemer der Studie arbeiteten nur noch 35 statt 40 Stunden in der Woche.

Die ersten Ergebnisse liegen vor

Viele der Teilnehmer die ihre Wochenarbeitszeit von 40 auf 35 Stunden, bei gleichem Gehalt reduzierten, erbrachten die gleiche Leistung oder verbesserten sich sogar bei den meisten heißt es in der Auswertung. Die Gewerkschaften in Island wollen nun, dass kürzere Arbeitszeiten zur Normalität werden. Allerdings stellt sich auch die Frage, ob sich ein solches Modell wie in Island, sich auch auf Länder mit einer komplexeren Wirtschaftsstruktur übertragen lassen.